Initiative für eine bienenfreundliche, blütenreiche und gentechnikfreie Landschaftsgestaltung
Etwa 80% der Blühpflanzen sind auf Fremdbestäubung angewiesen. Damit Biene, Hummel & Co. diese komplexe Bestäubungsleistung vollbringen können, brauchen sie vor allem Nahrung.
In den letzten Jahren haben sich die Lebensbedingungen für Biene, Hummel & Co. gravierend verändert.
Naturschutz fängt im Kindesalter an
Im März 2014 veröffentlichten Forscher der Freien Universität Berlin und des Institutes für Bienenkunde der Uni Frankfurt am Main ihre Ergebnisse im Zusammenhang mit den Auswirkungen von Neonikotinoiden. U.a. stellte sich heraus, dass Bienen den Heimweg nicht finden und die Gehirnprozesse Wahrnehmen, Lernen, Erinnern, Orientieren, Navigieren und Kommunizieren gestört werden. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft blüht weniger und weniger in Feld und Flur. Ab Ende Mai versiegt mit der großflächigen Mahd von blühenden Löwenzahnwiesen vielerorts der Futterstrom. Für die Blütenbesucher herrscht nun in vielen Landstrichen von Juni bis Oktober Futterknappheit bzw. -eintönigkeit.
Bienenvölker im Staudengarten Neben aktuellen Forschungsergebnissen zu den Risiken von Pflanzenschutzmitteln (insbesondere Neonikotinoide und Glyphosat) und den Problemen der Agro-Gentechnik interessieren uns in unserem Fachbereich „Bienenweide, Umwelt- und Naturschutz“ die vielfältigen Möglichkeiten, in zahlreichen verschiedenen Bereichen durch die Verwendung gebietseigener Pflanzen eine deutliche Verbesserung der Nahrungsgrundlage für alle Insekten und Wildtiere zu erreichen. Die Landwirtschaft als Gestalter einer artenreichen und blühenden Kulturlandschaft im Bereich von Ackerflächen und Dauergrünland wird ebenso betrachtet wie die Pflanzung von Feldgehölzen und Hecken in der freien Landschaft und Möglichkeiten der Verbesserung der Artenvielfalt im Obst- und Waldbau.
Blühfläche Wiblingwerde – unser Pilotprojekt für das Sauerland
Zahlreiche Beispielprojekte zeigen erste Erfolge und liefern praktische Erfahrungswerte (Versmolder Blüten-Mehr, Ravensberger Lichtlandschaften, Blütenreichtum in Welver, Initiative der Siegener Zeitung mit dem Imker Hartmut Denker, Blühinitiative des Salzuflener Imkervereins, Klimaschutzpreis für Dattelner Imkerin Irene Schäfer für ihre Blühfläche).
Blühfläche Wiblingwerde – mehrjährige Saatgutmischungen im Test Das bundesweite Projekt „Bienen machen Schule“ von Mellifera e.V., einer Vereinigung für wesensgemäße Bienenhaltung, fördert durch die Arbeit mit Bienen und Kindern den Zugang zum Naturschutz im Kindesalter. Mit unserer Bienen-AG „Scholli-Bees“ am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Lüdenscheid möchten wir den Fachbereich Imkerjugend unterstützen und die Zusammenarbeit von Imkerinnen und Imkern mit Lehrerinnen und Lehrern zu einem festen Bestandteil der Arbeit im Landesverband machen.
Es ist uns ein großes Anliegen, in Zukunft bei der Anlage von Blühflächen sofort gebietseigene, nachhaltige Mischungen einzusetzen ohne vorher gut gemeinte „Psychotope“ wie z.B. die Mössinger Mischung zu verwenden. Auf diesem Weg lässt sich die Artenvielfalt dauerhaft sichern. Dazu möchten wir die Forschungsergebnisse der Studie ProSaum der Uni Osnabrück zur Etablierung mehrjähriger artenreicher Krautsäume nutzen. Für die fachliche Beratung durch Reinhard Witt vom Naturgarten e.V., Holger Loritz vom Netzwerk Blühende Landschaft und Ernst Rieger von der Saatgutfirma Rieger-Hofmann sind wir besonders dankbar.
Bienen streicheln im Bienenprojekt
Imkerinnen und Imker, die selbst Blühflächen angelegt oder bei der Anlage mitgewirkt haben, möchten wir bitten, uns Informationen und Fotos dazu zu schicken. Unser Ziel ist die Erstellung einer Landkarte mit den bereits existierenden Blühprojekten zur Vernetzung aller beteiligten Gruppen.
Nähere Informationen zum Thema "Blühendes Band" finden Sie hier
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